CULT ist das Online-Magazin des Studiengangs Kulturkritik an der Theaterakademie August Everding

Buchtipps

Aufgeblättert

Theater, Kinos, Konzertsäle haben geschlossen. Das ist die Gelegenheit, endlich jene Bücher zu lesen, die man immer schon einmal lesen wollte. Oder sich welche empfehlen zu lassen.

Hundstage

Von Maresa Sedlmeir

Der beste Freund einer New Yorker Autorin stirbt – und hinterlässt ihr seine Dänische Dogge, ein hüfthohes, schwarz-weiß geflecktes Hundetier, das die Autorin – vor allem – ratlos macht. Ein Buch über alte Freundschaften und  über neue Gewohnheiten, das auch Katzenliebhaber begeistern wird. Denn der Hund „Apollo“ ist vor allem eins: ein großer Seelentröster.

Sigrid Nunez: „Der Freund“. Aus dem Amerikanischen von Anette Grube. Aufbau Verlag, Berlin 2020. 235 Seiten, 20 Euro.

Oma Rudi

Von Maresa Sedlmeir

Ein Roman über eine junge Frau, die in einem Dorf im Westerwald erwachsen wird – mehr oder weniger behütet von einem dauerreisenden Vater, einem fürsorglichen Optiker und ihrer Großmutter Selma, die aussieht wie Rudi Carrell. Mariana Leky erschafft eine Welt der skurrilen Figuren, die so anrührend und lustig ist, dass man am liebsten im Westerwald die Quarantäne verbringen würde.

Mariana Leky: „Was man von hier aus sehen kann“. Dumont Buchverlag, Köln 2017. 320 Seiten, 20 Euro (Taschenbuch: 12 Euro).

Eine Spurensicherung

Von C. Bernd Sucher

Eva Umlauf, 1942 in Nováky in der Slowakei, in einem „Arbeitslager für Juden“ geboren, als Kleinkind mit Vater und Mutter ins Konzentrationslager Auschwitz verschleppt, versucht in diesem Buch, sich ihrer Herkunft, ihrer Familie und ihres Lebens zu erinnern. Sie sucht ihre jüdische Identität und die Verletzungen, die sie hat ertragen müssen. Als Kind, als Heranwachsende, als Frau und Mutter. Sie berichtet von ihren Recherche-Reisen – auch nach Israel –, um herauszufinden, was ihrer Mutter, ihrem Vater und ich angetan wurde. Das Kind, dem auf dem Unterarm die Nimmer A-26959 eingebrannt worden war.

Eva Umlauf: Die Nummer auf  deinem Unterarm ist blau wie deine Augen – Erinnerungen. Hoffmann und Campe, Hamburg 2016. 288 Seiten, 22 Euro.

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